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111006 - Energie

Heute hatte ich Energie, woher auch immer?! Ich bin aus meinem Bett gefallen, habe zwischen Anziehen und Weggehen meine Schultasche eingepackt, meinen Laptop geschultert, dazwischen noch meinen Vater aufgeweckt.

Irgendwo zwischen anziehen und Schlafzeugs ausziehen habe ich mir Jeans und Socken aus dem Trockner gefischt. Ich liebe Socken, heiß und innig (oder fettig ), je knalliger und abartiger desto besser! Gester Abend war ein relativ wichtiger Vortrag, ich war verdammt elegant abgezogen für meine Verhälnisse (ich renne normalerweise mit Bluejeans, Sneakers und T-Shirts, ungeschminkt und mit den wildesten Frisuren durch die Gegend), aber an meinen Füßen trug ich knallorange Socken, Stilbruch mit Stil, jedenfalls meiner Ansicht nach

Irgendwann hatte ich dann auch endlich meine Unterwäsche beisammen und zieh meine Socken über, gehe in die Schule (natürlich vollkommen angezogen) und lege eine Energie an den Tag, wie selten, vielleicht lag es daran, dass mein tägliches Ärgernis in der Klasse heute den zweiten Tag krank war, einfach herrlich! So schritt ich nun durch den Tag und hatte nicht einmal eine Einschlafattacke, als meine hochverehrte Verfahrenstechnikprofessorin ihren Stoff herunterratschte - auch wenn es interessant ist, normalerweise schwebe ich in ihrem Unterricht zwischen Schlaf und Verwesung - ich griff genau einmal zum Handy um ein Spielchen zu wagen und malte ansonsten seitenweise meinen Block aus, aaaaber mir sind nicht einmal die Augen zugefallen!

Mit meiner besten Freundin und cirka acht bis 10 Kilogramm Gepäck auf Schulter und Rücken gings dann zur U-Bahn, nur um kurz darauf wieder zurück zur Schule zu fahren und ein wichtiges Versäumnis noch nachzuholen, meine rote Hexe hatte mal wieder mehr Glück als Verstand, aber wichtig was, ihr Ziel zu erreichen Dann wieder in die U-Bahn und endlich heim.

Zu Hause durfte ich mich dann der mitleidsheischenden Aura meiner Mutter aussetzen (sie hat sich irgendwas am Arm getan und diesen deswegen kaum bis leidlich bewegen), und beim Abendessen habe ich auf Durchzug geschalten, als mein Vater und ich uns zum dritten Mal die gleiche Leier anhören durften. Durch meinen hohen Energieverbrauch untertags bin ich nun am Abend relativ ausgepowert, aber hochzufrieden, und siehe da, gerade als ich mich bettfertig mache und aus meinen Socken schlüpfe (heute knalltürkis) bemerke ich, dass einer knalltürkis und der andere aquqmarinfarben ist. Stammte meine Energie heute vielleicht von den Socken, deren Farbe sich gegenseitig k.o. schlägt/schlug?! Was auch immer es war, Socken geben mit gute Laune und mit guter Laune, Stress in der Früh und Ruhe in der Schule geht der Tag wie im Bilderbuch vorrüber!

 

Gute Nacht.

1 Kommentar 11.10.06 21:03, kommentieren

101006 Daumen mal Pi

Warum ist das Zusammenleben und –wirken mit seinen Mitmenschen, Arbeitskollegen, Schulbankdrückern und Projektpartnern immer so schwer? Ist es die fehlende Gesprächsbasis? Ist es das Nichtwollen der Anderen? Liegt es daran, anders zu sein, ein Außenseiter? Jemand, der eigentlich ein ganz normaler Mensch ist, also genauso durchgeknallt und gaga wie jeder andere auch?! Warum ist es nicht möglich ein normales Gespräch zu führen? Weil die anderen zu viel über einen Wissen? Weil man Angewohnheiten hat, die die anderen nicht akzeptieren, verstehen und auslösen? Liegt es an der Psyche des/der Anderen? Was ist der Grund?

Der Grund sind die verwurzelten Abneigungen, die auf Gegenseitigkeit beruhen, Dinge, die nie ausgesprochen werden. Die vollkommen missratende Erziehung aus einem zerüttelten Elternhaus?! Warum scheuen sich so viele davor das aus auszusprechen, was sie sich denken, was sie fühlen, wie sie etwas empfinden? Die Wahrheit ist die schlimmste Waffe, sie tut weh, sie holt einen auf den Boden der Tatsachen zurück, die Wahrheit ist im Stande einen Menschen zu zerstören, ihn zu schädigen, ihn demütigen, ihn vernichten. Die Wahrheit wird nicht gewünscht, aber es ist immer befreiend sie auszusprechen, sie zu wissen, man fühlt sich frei und weiß, wo man steht. Die Wahrheit ist schwer, aber befreiend. Die Lüge liegt schwer im Magen, sie kann einem die heile Welt vorspielen und Glück vortäuschen.

Lieber liege ich im Dreck mit der ganzen Wahrheit, als in einer Scheinwelt vor mich hin zu vegetieren, ohne zu wissen, was das ist, was mir da fehlt.

 

Veritas vos liberabit – die Wahrheit wird euch befreien.

10.10.06 16:58, kommentieren